1898 heiratete in Ingolstadt der im Jahre 1873 in Biberg bei Kipfenberg geborene Andreas Krieglmeier die 19-jährige Tochter Maria des Schrannermeisters Brandl. |
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Andreas Krieglmeier war von
Beruf Schneidermeister und bei der Firma Lorenz tätig. Das junge
Paar wohnte in der Kanalstraße 8 in Ingolstadt. Hier wurden auch
ihre drei Kinder geboren – |
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| Von seinem Chef wurde Andreas Krieglmeier im Jahre 1907 betraut, die Leitung der Filiale in Pfaffenhofen zu übernehmen. Und so siedelte die Familie dorthin. |
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Im Jahre 1908 verkaufte Schneidermeister Lorenz aus Ingolstadt seinem langjärigen Zuschneider Andreas Krieglmeier sein Haus und das Geschäft in Pfaffenhofen. Das Geschäft – schon damals in der Frauenstraße, führte nur Herren- und Knaben-Konfektion, wobei der Schwerpunkt auf der Maßschneiderei lag. | ![]() |
| Andreas Krieglmeier gründete nun die Firma André Krieglmeier. |
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Weiterhin wurde hauptsächlich Maßschneiderei betrieben, die Eigenherstellung von Herren- und Knabengardarobe immer mehr gesteigert und allmählich wurde der wachsenden Firma der vorhandene Raum zu eng. 1911 gelang es, das angrenzende "Dittelberger-Anwesen" zu erwerben. Nun hatte man genügend Platz und so ging man sofort daran, beide Anwesen abzureißen und ein neues Haus zu bauen. Damals erstand das Haus Krieglmeier in der Form, wie man es bis heute kennt. |
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| Es
waren lediglich zwei getrennte Geschäfte untergebracht. Im Laufe
der folgenden Jahre steigerte sich der Umsatz. Sämtliche Herren-
und Knabenartikel wurden aufgenommen, der Umfang der Fabrikation nahm
zu. In zwei Werkstätten arbeitende Schneider und mehrere Heimarbeiter
sorgten für den nötigen Nachschub. Eine elektrische Zuschneidemaschine
wurde angeschafft, mit der mehrere Lagen Stoff zugleich zugeschnitten
werden konnten. Dann kam der Krieg und damit eine schwere Zeit. Andreas Krieglmeier mußte zwar wegen seines Gesundheitszustandes nicht einrücken, aber er verlor viele seiner Arbeiter. Mit unermüdlichem Fleiß versuchte er, zusammen mit seiner Frau und dem Rest verbliebener Schneider, das Geschäft zu halten. |
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Im letztem Kriegsjahr 1918 erlitt die Familie einen harten Schicksalsschlag. Die älteste Tochter - Maria – starb schnell und unerwartet eine Woche vor ihrer Hochzeit an der damals kursierenden Grippeepidemie. Sie war erst 19 Jahre alt. Mit einem Übermaß an Arbeit versuchten die Eltern ihren Schmerz zu überwinden. Sie stürzten sich sozusagen in die Arbeit, galt es doch außer dieser Wunde auch die Schäden des Krieges zu heilen. Noch war die Schaffung von Waren schwierig und erforderte viel kaufmännisches Geschick. Außerdem brachte die fortschreitende Inflation bange Ungewißheit. Das Geld war nichts mehr wert, die Fabriken stellten sich taub. In dieser schweren Zeit galt es für den Sohn Andreas, der inzwischen bereits seine Lehrzeit als Schneider absolviert und die Handelsschule besucht hatte, die Feuerprobe als Kaufmann zu bestehen. Er wurde von seinen Eltern, die selbst sehr fleißig arbeiteten, streng herangezogen. Dieser gemeinsame Familienfleiß brachte dann auch das Geschäft wieder in Schwung, zumal der Bedarf der Bevölkerung groß und die Inflation abgeschlossen war. Viele Schneider arbeiteten in den Werkstätten oder in Heimarbeit. Die Kundschaft kam hauptsächlich aus der ländlichen Bevölkerung, mit denen Andreas Krieglmeier besonders gut umzugehen verstand, und auf deren Bedürfnisse er sich klug einstellte. |
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In Zeitungsinseraten
und Flugblättern warb er für seine Waren, etwa mit folgendem
Wortlaut: |
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Der Laden erfreute sich regen Besuchs. Und so wurde Andreas Krieglmeier sozusagen ein Pionier der Konfektionierung. Im Zeitalter der Maßschneiderei war dieses Fertigwaren-Angebot etwas Umwälzendes. Andreas Krieglmeier war stolz auf seinem Betrieb und nannte sich selbstbewußt der elektrischen Zuschneidemaschine wegen: "Eigene Fabrikation mit elektrischem Betrieb". | |
| Aber Andreas Krieglmeier ruhte sich nicht auf seinen Lohrbeeren aus. Mit unermüdlichem Fleiß schaffte er weiter und nützte jede Lücke im Angebot der Konkurrenz geschickt für die eigene Umsatzsteigerung aus. Inzwischen war die Tochter Lina heiratsfähig geworden. Sie war verlobt mit Hans Dehmer aus Aschaffenburg. Um den beiden eine Existenz zu schaffen, hielt Andreas Krieglmeier Ausschau nach einem Ort, der für eine Filiale geeignet war. Dabei stieß er auf Moosburg, wo er in der Ortsmitte ein zwar altes, aber günstig gelegenes Haus kaufen konnte. | ![]() |
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| Er ging noch im selben Jahr daran, das Anwesen abzureißen und neu aufzubauen. So entstand im Jahre 1928 das neue Haus in Moosburg an der Isar. Lina und Hans heirateten und zogen an die Isar. Lina, auch im Geschäft groß geworden, führte das Geschäft im Sinne ihrer Eltern. |
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| Die Belieferung der Filiale erfolgte von Hauptschäft Pfaffenhofen aus. Andreas jun. pendelte wöchentlich zwei- bis dreimal mit seinem Beiwagen-Motorrad zwecks Warentransport hin und her. Das junge Paar wurde am Umsatz beteiligt. |
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Andreas Krieglmeier und seine Frau konnten zufrieden sein. Sie hatten es durch Fleiß und Tüchtigkeit zu etwas gebracht. Beide Geschäfte liefen gut und warfen ausreichend Gewinn ab. Und so gingen bald neue Pläne im Hause um. Vater und Sohn träumten von einem neuen großen Verkaufsraum. Schon bald - 1930 - setzte man viele Gedanken in die Tat um. Ein rigoroser Umbau im Erdgeschoß des Hauses vereinigte die bisher getrennten beiden Läden zu einem einzigen großzügigen Ladenraum. In nun mehr drei großen Schaufenstern konnte reichlich ausgestellt werden. Schließlich wurden auch noch die Wohnungen im 1. und 2. Stockwerk renoviert, die "Austragswohnung" vorbereitet. | |
Es bahnte sich nämlich ein neues Ereignis familiärer Art an: Andreas jun. hatte die Frau für’s Leben gefunden - Thea Leopold, Landwirtstochter aus Anghofen. Die Auserwählte war Gründungsmitglied und als Bankangestellte der neuen Volksbank tätig. Begriffe wie Soll und Haben waren ihr vertraut, die Voraussetzung für eine Geschäftsfrau gegeben. Und so gaben die Eltern auch gerne ihren Segen zu der Wahl ihres Sohnes. |
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Am 13. Juni 1932 schlossen in Pfaffenhofen den Lebensbund Andreas Krieglmeier und Thea Leopold geb. 1907. Dem Hochzeitsdatum zum Trotz folgte eine sehr glückliche und wenig aufregende Zeit. Drei Töchter wurden geboren: Carola *1933, Mariele *1934 und Thesy *1937. Der ersehnte Stammhalter aber blieb aus.Geschäftlich gesehen lief alles wie bisher. Andreas jun. hatte längst die Meisterprüfung im Schneiderhandwerk abelegt. Die Eltern sahen dann auch ihr Lebenswerk bei ihm in guten Händen und übergaben dem jungen Paar im Jahre 1938 Haus und Geschäft in Pfaffenhofen. |
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| Obwohl der Firmengründer nun offizieller "Austragler" war, arbeitete er nach wie vor mit. Vater und Sohn teilten sich die Führung im Geschäft. Die Struktur und das Sortiment der Waren änderte sich nicht wesentlich. Man produzierte und verkaufte und belieferte weiterhin die Filiale in Moosburg. Da die Ehe von Lina und Hans bisher kinderlos geblieben war, gehörte das Moosburger Haus noch den Eltern. Schließlich adoptierten die beiden ein kleines Mädchen. | ![]() |
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| Die drei Mädchen brachten Leben ins Haus. Die Großeltern, die für ihre eigenen Kinder wenig Zeit gehabt hatten, genossen ihre Enkelkinder. Es wurde ruhiger um den alten Mann. Die Zeit der großen Unruhen schien vorbei. |
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Da traten schwere Schicksalsschläge die Familie. Die Tochter Lina starb am 10.4.1938 nach kurzem Leiden schnell und unerwartet. Sie hinterließ außer ihrem Mann auch das Adoptivtöchterchen Käthi. Erst nach Linas Tod, im Jahre 1939 wurde Hans Dehmer das Anwesen in Moosburg übergeben. Die Eltern Krieglmeier wollten ihm damit einen neuen Start ermöglichen. Sie verschenkten, unterstützt von ihren Sohn, einen Teil ihres Lebenswerks. Das Haus in Moosburg wurde später verkauft. Doch das erlebten die Eltern nicht mehr. Zwei Jahre später kehrte der Tod abermals ein. Andreas Krieglmeier sen. verlohr seine Frau, seine tüchtige Lebensgefährtin, mit der er alles, was er hatte, mühsam erarbeitet hatte. Mit ihr hatte er all seine Sorgen und Mühen geteilt. Sie hatten gemeinsam Beachtliches geleistet. Sie hatte Anteil an dem gelungenen Werk. |
Dieses Werk aber war nun
bedroht. – Krieg! |
| Krieg! Das bedeutete außerdem, daß Frau Thea nun allein das Geschäft weiterführen mußte. Andreas Krieglmeier sen. ging ihr natürlich tatkräftig zur Hand. Er übernahm wieder die Leitung der Schneidereiwerksstätte, in der – sehr zu seinem Leidwesen – das Konterfei Hitlers aufgehängt werden mußte. Immer wieder wurden junge gesunde Mitarbeiter eingezogen. | ![]() |
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Viele von ihnen sind gefallen oder kamen erst spät aus der Gefangenschaft zurück. Solange der Vorrat reichte, wurde aber weiter produziert. Krieg! Das bedeutete aber auch, daß die Tuchweber und andere Textilfabriken hauptsächlich für die Rüstung tätig sein mußten; die Rohstoffe wurden knapp, der Warennachschub kam ins Stocken. Da aber der Bedarf der Bevölkerung bestehen blieb, leerte sich das Lager auffallend rasch. Wohl mußte der Kunde erst einen Bezugsschein vorweisen, der Vorrat schrumpfte zusammen. Die Regale standen leer. Zuweisungen von Waren, meist Beuteware aber ein Posten eines einzigen Artikels, waren wie Tropfen auf einen heißen Stein. Die Firma hatte unfreiwilligen Ausverkauf. Krieg! Das bedeutete auch noch argwöhnische Beobachtung durch die Machthaber. Man hatte nie ein Hehl aus seiner politischen Besinnung gemacht. Oft hatte Thea Krieglmeier ihren Mann und Schwiegervater warnen müssen, ihre hitlerfeindliche Meinung nicht allzu laut zu äußern. Während regime-freundliche Kaufleute unbehelligt ihre Waren in Sicherheit brachten, wurde die Firma Krieglmeier mißtrauisch beobachtet, ob man nicht etwa doch volksfeindlich in die eigene Tasche wirtschaftete. Krieg! Das bedeutete schließlich auch Hunger und Frieren, Lebensmittelkarten, Hamsterfahrten und Tauschgeschäfte, Schwarzer Markt und aussichtslose Warensuche, Enttäuschung und Angst. Krieg! Das bedeutete nicht zuletzt: Tote, Invaliden, Bombenangriffe und Tiefflieger, zersplitterte Fenster und zugenagelte Türen, Einquartierung und Kontrollen. Und über all dem die Angst und Sorge um die Angehörigen. Dann – im Mai 1945 war der Krieg zu Ende. Die Amerikaner hatten Pfaffenhofen besetzt. Zwar war der Vater noch nicht zurück. Aber wir hatten Glück gehabt, wir lebten! Mit dem Krieg waren aber die Schwierigkeiten nicht vorbei. Nach wie vor konnte man nur schwer Ware bekommen. Und so wurde man erfinderisch: man zertrennte, wendete und machte aus Altem etwas Neues. Auch hatten die stationierten Amerikaner Nähaufträge für die Fa. Krieglmeier. Bezahlt wurde neben Geld auch mit Naturalien. Im Juni 1945 wurde Andreas Krieglmeier jun. als Soldat entlassen. Gemeinsam ging man nun, abgemagert – aber voll von Lebenswillen und Tatendrang, wieder an die Arbeit. Hauptsächlich wurden in jener Zeit Uniformen für Besatzungsoffiziere gefertigt. Nur sie konnten Stoffe samt Zubehör liefern. So überbrückte man gemeinsam die Zeit bis zur Währungsreform. Das Jahr 1948 brachte dann, was jeder längst wußte: die Geldentwertung. Vorerst bekam jeder Staatsbürger 20 "Kopfgeld". Das war für die Familie Krieglmeier ganze 150 . Das war – wenn man etwas für die Nahrung abrechnete, etwa 70 € Startkapital für ein neues Warenlager. Außer einigen Rollen Faden und etwa 5m Futterstoff war der Laden vollkommen leer. "Wo sollte man anfangen? Was ist das Nötigste ?" überlegte man gemeinsam. Schließlich brachte Andreas Krieglmeier jun. von seiner Fahrt nach München folgendes Sortiment nach Hause: 6 Paar Socken, 3 Hemden, 4 Unterhosen, 3 Pullover und Stoff für 2 Arbeitshosen. Der Grundstock für einen neuen Anfang war gelegt. Doch der Start war schwer. Im Gegensatz zur Konkurrenz, die während der Nazizeit durch ihre Partei-zugehörigkeit unbehelligt Ware verstecken und nun herbeiholen konnten, war dieser ehrliche Start ein recht mühsamer Beginn. Doch der Bedarf der Bevölkerung war groß. Eine Schar treuer Kundschaften war verblieben. Mit dem vereinnahmten Geld der ersten Lieferung und dem erzielten Gewinn konnte dieses Mal schon mehr Ware eingekauft werden. Allmählich kam der Handel wieder in Schwung. Fabriken und Bank gewährten Kredit zur "Erstehung" eines ausreichenden Warenlagers. Es gehörte trotz dieser Möglichkeit viel kaufmännisches Talent und der bereits erprobte "Krieglmeier’sche" Fleiß dazu, um von dieser Talsohle wieder auf die Höhe zu kommen. So vergingen die Jahre. Dem Seniorchef ging, angesichts seines hohen Alters und den möglichen Tod vor Augen, bisweilen der Aufstieg nicht schnell genug vor sich. Aber man erholte sich zusendend. In den 50‘er Jahren wandelte sich das Warenlager; die Maßschneiderei, bisher Schwerpunkt, verringerte sich, der Wunsch nach fertiger Ware stieg. Trotzdem war auch in der Werkstätte genügend zu tun. Acht bis 10 Schneider waren damals beschäftigt und standen nunmehr fast ausschließlich unter der Leitung des Juniorchefs. |
| Andreas
Krieglmeier sen. dagegen beaufsichtigte das Ladengeschehen. Die heranwachsenden
Töchter waren dort bereits fest beschäftigt. Hin und wieder
wurde sogar einer ihrer fortschrittlichen Vorschläge akzeptiert.
Der Seniorchef im Ledersessel gehörte derzeit einfach zum Geschäft.
Er war es, der im Zweifelsfalle gute Ratschläge gab. Im großen
und ganzen spürte man in jener Zeit die Erleichterung nach überstandener
Gefahr und die Freude an der Arbeit. Selbst Andreas Krieglmeier sen.,
stets ein sehr humorvoller Mensch, teilte diese allgemeine Fröhlichkeit,
die sich unter anderem auch in betrieblichen Festen kundtat. |
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Doch da kam auch schon die Zeit, in der die Töchter sich anschickten, das Elternhaus zu verlassen. Kaum hatten die Eltern an die mögliche Nachfolgerin gedacht, da eröffnete Tochter Carola ihren Wunsch, zu heiraten, und zwar Herrn Andreas Sohnhütter, der ein Lebensmittelgeschäft in der Hohenwarter Straße führte. Großvater Krieglmeier unterstützte den Wunsch seiner Enkelin und bald wurde auch dort auf seinen Rat hin modernisiert und umgebaut und erweitert. Die beiden heirateten dann auch im August 1954 Die beiden bekamen zwei Töchter: Christine *1964 und Sabine *1969 |
| Noch stand die Frage der Nachfolge offen. Wer von den beiden jüngeren Enkeln das Geschäft übernehmen würde, erlebte der Firmengründer nicht mehr. Andreas Krieglmeier starb am 9.10.1955 im Alter von 83 Jahren. In den folgenden Jahren wurde immer wieder modernisiert und erweitert. Man ersetzte mehr und mehr die Eigenherstellung von Konfektion durch Einkauf von Fertigware. Der Umsatz stieg. Eltern und Töchter Mariele und Thesy waren im Verkauf tätig. Der gemeinsame Einsatz lohnte sich, man gewann wieder Boden unter den Füßen. Der Firmengründer hatte sein Werk in sichere Hände gelegt. Der Fortbestand war gesichert. | ![]() |
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Da bekundete Tochter Mariele ihre Absicht zu heiraten. Schon seit einiger Zeit war sie mit Georg Crusius verlobt, der in München Altphilologie studierte. Georg Crusius war gebürtiger Pfaffenhofener, Sohn des Schneidermeisters Crusius und seiner Frau Marie in der Nussergasse. Am 30. Juli 1961 wurde Hochzeit gefeiert. Das junge Paar zog nach Ettal, wohin Georg Crusius vom Kultusministerium geschickt worden war.Er war dort am Gymnasium der Benedikter als Lehrer für Latein, Griechisch und Geschichte tätig. – Georg Crusius wurde nicht alt. |
Er starb am 30. März 1968 nach mehreren Operationen an einem Bauchspeicheldrüsen-Carzinom, im Alter von 34 Jahren – kurz nachdem er ins neuerbaute Haus eingezogen war. Außer seiner jungen Frau hinterließ er einen 6-järigen Sohn, Bernd. Mit Marieles
Heirat und Ihrem Fortgang war die Frage der Nachfolge entschieden, zumal
sich Thesy einen Fachmann angelacht hatte.
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![]() Thesy Krieglmeier & Werner Westermeier geb. am 20. Juli 1937 geb. am 2. Juli 1934 |
| Werner
Westermeier hatte das Schneiderhandwerk erlernt und bis zur Heirat als
Zuschneider in einer Kleiderfabrik tätig. |
| Zunächst lief alles wie bisher. Es blieb ein Betrieb mit einem etwas konservativen, aber treuem Kundenstamm. Die jungen Leute brachten neue Ideen. Sie wollten ihren Kundenkreis erweitern, neue Käuferkreise gewinnen. Dies schien angezeigt, da die Bauern der Umgebung (Hallertau/Oberbayern) durch die hohen Hopfenpreise schnell reich geworden waren und gerne in die Großstadt München zum Einkaufen fuhren. Man wagte die ersten schüchternen Versuche, orientierte sich auf Fachmessen über den Geschmack der städtischen Bevölkerung. Schließlich wagte man es auch modische und extravagante Waren einzukaufen. Die Umstrukturierung des Warenangebots begann. |
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Schließlich mußte aber auch der äußere Rahmen eine Änderung erfahren. Als erstes bekam die Hausfassade ein neues Gesicht. Die Schaufenster bekamen Metallrahmen, ebenso die Eingangstüre. Das frühere Haustor wurde entfernt und aus der Autoeinfahrt entstand eine zusätzliche Ausstellungs-Passage. Auch die Wohnungen bekamen neue große Fenster, das Haus eine neue Farbe. |
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| Schließlich beschloß der Familienrat auch noch eine neue Ladeneinrichtung, welche die dargebotene Ware übersichtlicher finden und gefälliger verkaufen ließ. Man war wieder einen Schritt weiter. Andreas Krieglmeier und seine Frau Thea arbeiteten zusammen mit den Jungen unermüdlich im Geschäft und Haus. Inzwischen bevölkerten Engelkinder das Haus: Günter *1962 und Petra *1968. Dieses muntere Pärchen bildete neben der täglichen Pflicht die Lebensaufgabe für die Großeltern. |
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Im Jahre 1971 überschrieb Andreas Krieglmeier seiner Tochter Thesy das Haus mit dem Geschäft. Rein äußerlich änderte sich nicht viel. Man lebte, arbeitete und plante gemeinsam. Andreas Krieglmeier machte jetzt die umfangreiche Schreibarbeit. Die Mutter Thea aber bildete die Seele der Familie. Sie war überall, wo sie gerade gebraucht wurde. Obwohl noch im gleichen Jahr ein weiterer Sprößling - Maximilian geboren wurde, stand die junge Frau - zusammen mit ihrem Mann - von früh bis spät hinterm Ladentisch. Die Enkelin des Firmengründers hatte offenbar dessen kaufmännisches Talent und das geschäftliche Streben geerbt. Mit ihren Plänen begeisterte sie nicht nur ihren Mann und Partner, sondern zertreute auch die anfänglichen Bedenken ihres Vaters. Gemeinsam plante man, wie der Traum von einer großen Verkaufsfläche wohl am besten zu lösen sei. Im Jahre 1974 waren die Pläne soweit gediehen, daß mit dem Umbau begonnen werden konnte. Sämtliche Rückgebäude, bestehend aus den beiden Werkstätten, die wegen Wegfall der Maßschneiderei überflüssig geworden waren, Garage, Schweinestall, Holzlege, Waschhaus und das sogenannte Salettl wurden abgerissen und damit Platz geschaffen für den Neubau. Um den Abbruch mit einem Bagger tätigen zu können, erlaubte Nachbar Widmann die Benützung ihres Grundstücks gegen ein Entgelt und der Auflage, nach Beendigung der Bauarbeiten den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. |
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| Nach ½-jähriger Bauzeit war der Anblick ein ganz anderer. In dem neuen Geschäftsraum wird die Ware klar und geschmackvoll dargeboten. Neben Herren- und Knabenbekleidung wird jetzt auch ein exklusives Setprogramm für Damen geführt, wie z.B. die bekannten Modelle von Pierre Cardin, Felicitas Queisser u.a. - Ein ganz anderer Interessenkreis wird angesprochen. Trotzdem ist der Geist des Firmengründers deutlich in diesem Raum zu spüren, dessen oberstes Gebot es war, nur gute Qualitäten anzubieten, und stets reell zu sein. |
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| Eine Flut von Glückwünschen flatterte ins Haus, die alle den Wunsch aussprachen "Viel Erfolg!" Dieser Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Am Tag der offenen Tür strömten Neugierige herein und staunten. Einen solchen Laden gab es nicht in der ganzen Stadt! Hier in diesem Fachgeschäft gab es aber nicht nur geschmackvolle Ware in großer Auswahl, sondern man wurde auch noch beraten und bedient. Hier galt der Kunde noch als König. Daß viele Eigenschaften auch heute noch geschätzt sind, bewies die Umsatzsteigerung der nächsten Zeit. Schließlich mußten ständig zusätzlich zwei fremde Verkaufskräfte eingestellt werden. Dies war nötig geworden, als sich Andreas Krieglmeier wegen eines schweren Herzleidens immer mehr aus dem Geschäft zurückzog. Zwar nahm er nach wie vor regen Anteil am geschäftlichen Leben, | ![]() |
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erledigte auch weiterhin die Buchführungsarbeiten, doch aktiver Verkauf wurde ihm zu anstrengend. Dazu kam, daß jetzt fast ausschließlich jüngere, modebewußte Käufer kamen. Außerdem war die Mode äußerst schnellebig geworden. Diese Beweglichkeit traute er sich nicht mehr zu. Zudem wurde es immer häufiger notwendig, die Krankheit in der Klinik behandeln zu lassen. Diese Aufenthalte dauerten meist mehrere Wochen, die Besserung hielt nicht zu lange an. Das Geschäftsleben aber mußte weitergehen. Man durfte nicht rasten. In einer Zeit, wo die Werbung eine eigene Industrie bildet und täglich eine Flut von Reklame die Menschen reizt, darf auch ein gut eingeführtes Haus nicht schlafen. Besonderen Erfolg erbrachten eine Ausstellung im Rahmen einer Gewerbeschau und groß aufgezogene Modenschau im Bortenschlager-Saal. Ausgebildete Mannequins und Dressmen führten eine Auswahl aus dem Sortiment vor. Die Leitung dieser erfolgreichen Schau, veranstaltet vom Gewerbeverein, lag bei Thesy Westermeier. Mit temperamentvollem Einsatz und selbstlosen Arbeiten trug sie den Hauptteil zu dem großen Erfolg und dem guten Gelingen bei. |
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Zufriedene
Mienen auf allen Seiten am Ende der Veranstaltung. |
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| Ende 1976 finden sich die Großeltern noch einmal beim Photographen ein. Ihre Mienen spiegeln die Güte und Fröhlichkeit wieder, die Liebe und Fürsorge, welche diese beiden Menschen miteinander und ihrer Familie verband. Doch hinter dem Freundlichen spürt man die Ahnung, daß dies das letzte gemeinsame Photo sein wird. | ![]() |
Im Sommer 1977 kommt dann auch der totale Zusammenbruch. Der Großvater Andreas Krieglmeier nimmt rapide ab. Die Bereitschaft zum Essen verfliegt, selbst das Interesse am Geschäft hört auf. Andreas Krieglmeier weiß sein Werk in guten Händen. Von seiner Frau und seinen Angehörigen bis zuletzt liebevoll und selbstvergessen gepflegt, starb er am 27. Oktober 1977 in seinem Elternhaus. |
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Die Trauer,
welche die Familie empfand, zu beschreiben, ist hier wohl nicht der
richtige Ort. Nach dem Sprichwort: "Arbeit ist die beste Medizin" versuchte
man, durch besonders vieles, intensives Schaffen den Schmerz zu überwinden,
die Lücke zu füllen. Das Leben ging weiter ... Thea Krieglmeier widmete
sich nun ganz intensiv ihren Enkelkindern: Günter, Petra und Maximilian.
Daneben war die Buchhaltung ihr Metier. Sie, als gelernte Bankkauffrau,
erledigte diese Aufgabe sehr gerne und gewissenhaft. |
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Seit geraumer
Zeit lebte Thea's verwitwete Zwillingsschwester Centa mit in der Familie.
Sie stand ihr in dieser schweren Zeit tröstend und helfend zur Seite.
Sie besorgten zusammen den Haushalt, behüteten und umsorgten die Kinder;
so daß Thesy und Werner sich uneingeschränkt dem Geschäft widmen konnten.
Sie wußten ihre Kinder in bester Obhut. Gerade als man begann, wieder
aufzuleben, da erkrankte die von allen so geliebte Tante Centa an Krebs.
Nach sorgenvollen Monaten starb sie am 20.03.79. Zwei geliebte Menschen
innerhalb von 1 ½ Jahren zu verlieren, war fast zuviel für diese Familie,
vor allem für Thea K. - Ihre Kraft und ihr Wille zum Leben schien gebrochen.Sie
magerte stark ab, besorgt beobachtet von ihren Angehörigen. Es dauerte
mehrere Jahre, bis sie wieder Freude am Leben fand.Diese Freude bescherten
ihr hauptsächlich die Enkelkinder... |
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Aber auch
die Mitfreude am geschäftlichen Erfolg baute sie wieder auf. In dieser
Hinsicht war das Glück treu geblieben. "Glück dem Tüchtigen" konnte
man sagen und Thea K. war stolz auf ihre "Jungen" und schon fast wieder
ein bißchen glücklich... Tag für Tag gingen Thesy und Werner mit Freude
am die Arbeit. Durch unermüdlichen Fleiß, freundliche und geduldige
Bedienung und viel Gespür für den Geschmack des Kunden gewann man immer
neue Käuferschichten. Die Devise: "Schöne, qualitativ hochwertige Ware,
gepaart mit fachmännischer Beratung" machte sich bezahlt. Der Umsatz
stieg. Jedes Jahr im Herbst, wurden die neuen Modelle in eigenen Räumen
in einer Modenschau vorgestellt. (1978, 1979, 1980). Der Erfolg war
jedesmal sehr groß. Der Andrang zu diesen Veranstaltungen nahm unerwartete
Ausmaße an. So mußte man ab 1981 in den Theatersaal im Haus der Begegnung
ausweichen. Die Interessenten waren nicht nur Bewohner von Pfaffenhofen.
Auch aus den Nachbar-Landkreisen Schrobenhausen, Dachau und Ingolstadt
kamen sie, vereinzelt sogar aus München. Diese Modenschauen bedurften
einer umfangreichen, sorgfältigen Vorbereitung und einem wohldurchdachten,
strengen Management. Einladungen mußten verschickt, geschmackvolle Kombinationen
zusammengestellt, Mannequins engagiert, Laufsteg und Dekoration aufgebaut
werden, und vieles, vieles mehr ... Dies alles lag in den Händen von
Thesy Westermeier, die von ihrer Familie tatkräftig unterstützt wurde.
Ihre Begeisterung steckte nicht nur ihre Familie und die Mitarbeiter
an, sondern auch die Zuschauer. Und so strömten in den folgenden Tagen
und Wochen die kauflustigen Kunden ins Haus und bescherten einen Spitzenumsatz.
Ein toller Lohn für viele, viele Arbeitsstunden! |
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Und
dies ist die nächste Generation: |
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Günter
Westermeier: |
Petra
Westermeier: geb. am 27.03.68 Sie zog es in die Modebranche. Bei Karstadt in München wurde sie zum Einzelhandelskaufmann ausgebildet. Danach vervollständigte sie ihr Fachwissen an der Textilfachschule in Nagold. Sie absolvierte als Textilfachwirtin. (1990/92) |
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Maximilian
Westermeier: geb. am 24.08.71 Auch er hat die Freude an der Mode im Blut. Wie seine Schwester lernte er den Kaufmannsberuf bei Karstadt in München. Nach einigen praktischen Jahren ging auch er an die Textilfachschule in Nagold, die er im Juli 1997 als Textilfachwirt verließ. |
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Frau
Westermeier moderierte mit Fachwissen die Schau. |
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Doch leider
stand dieser glücklichen geschäftlichen Entwicklung wieder Sorge im
privaten Bereich gegenüber: Mutter Thea verfiel zusehends, übergab ihre
so geliebte Buchhaltung an ihren Enkel Günter. Das war wohl schon ein
Zeichen des Abschiednehmens. Ein Darm-Larzinom zehrte ihren Körper aus.
Als sie bettlägerig wurde und keine Hilfe mehr möglich war, blieb auch
sie im Schoß der Familie geborgen. Thea Krieglmeier starb am 09.03.87.
Rückblickend kann man schwerlich sagen, was einem mehr Bewunderung abringt:
ihr tapfere, dankbare, ja sogar heitere Ergebenheit in ihr Schicksal
oder die stets geduldige, liebevolle und aufopfernde Pflege durch Thesy
und die Familie. Doch das, was sie und ihr Mann durch ihre Güte und
ihr Vorbild gesäht hatten bei ihren Nachkommen, trug gute Früchte. Die
Enkelkinder machten ihren Weg mit Fleiß und Freude an der Arbeit, so
wie es in dieser Familie von jeher üblich war. |
| Nun waren Thesy und Werner in die Rolle der Senioren gerückt. Die Jugend drängte nach. Werner Westermeier zog sich 1995 aus dem aktiven Geschäftsleben zurück, ohne jedoch das Interesse daran zu verlieren. Thesy dagegen - noch voller Tatendrang - wagte sich noch einmal an einen Umbau der Geschäftsräume heran. Nach langer Planung und eingehendem Familienrat, in dem auch die nachrückende Jugend ihre Ideen einbrachte, wurde dieser Umbau 1996 in Angriff genommen. Zunächst wurde ein totaler Räumungsverkauf veranstaltet, der gut vorbereitet wurde. Jetzt konnten Petra und Maximilian zeigen, was sie in Nagold gelernt hatten. | ![]() |
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Es wurde auch
ein Riesenerfolg. Die Lager wurden fast vollständig geräumt und somit
war die Devise geschaffen: "Neuer Laden - neue Ware". Nun konnte es
losgehen... Die Photos zeigen mehr als Worte, was sich da getan hat.
Durch die ausgebrochenen Schaufenster fuhr der Bagger ins Haus, denn
auch der Boden mußte total herausgenommen, neu aufgekiest und betoniert
werden. So manch Unvorhergesehenes machte Kopfzerbrechen und forderte
schnelle Entscheidungen. Es galt, jede Kleinigkeit im Auge zu behalten,
die verschiedenen Handwerker zu koordinieren. 6 Wochen Bauzeit hatte
man sich vorgenommen. Konnte man es schaffen? Thesy Westermeier leitete den Umbau
mit Bravour. Und so war in dieser unglaublich kurzen Zeit das Werk vollbracht.
Nun konnte eingeräumt werden. In einem enormen Zusammengehörigkeitsgefühl
schufteten Inhaber, Familienangehörige und Mitarbeiter bis spät in die
Nacht. Selbst die Ehemänner der Angestellten waren tatkräftig zur Stelle.
Jeder einzelne wuchs in Fleiß und Begeisterung über sich hinaus. Uns
so war dank der vielen fleißigen Hände die Umgestaltung termingerecht
fertig. Am 9. September 1996 konnte das Modehaus Krieglmeier, das Haus
mit der großen Tradition, wieder eröffnet werden. |
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Ein
großes Vorhaben: |
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Der Umbau 1996
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DAS |
NEUE |
INTERIEUR |
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Nach getaner Arbeit... Müde aber glücklich 1997
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Nun ist die
vierte Generation an der Reihe: Petra und Maximilian sind Vollblut -
Kaufleute. Mode ist ihr Leben geworden. Mit großer Begeisterung, Fleiß
und Interesse vertiefen sie fortwährend ihr Wissen. Mit Freude stehen
die beiden in ihrem Beruf und setzen so die erfolgreiche Tradition dieser
Kaufmannsfamilie fort. Sie können fachmännisch beraten, was paßt und
gut zu Figur und Gesicht steht, ohne etwas aufzudrängen. Das setzt Ehrlichkeit
voraus, sich und dem Kunden gegenüber. Mir fällt hier ein Spruch meines
Großvaters, der Firmengründers, ein: " Ihr müßt eure Überzeugung, eure
ehrliche Überzeugung - so vermitteln können, daß ein Kunde, der ein
blaues Kleid gesucht hat, zufrieden und glücklich mit einem roten Kostüm
geht." Diese Gaben - Ehrlichkeit, guten modischen Geschmack und Überzeugungskraft
haben sie geerbt und setzen sie gut ein. Wenn es so etwas wie einen
Himmel gibt, wird der Firmengründer bestimmt mit Wohlwollen auf seine
Nachkommen blicken. Wenn man so tüchtige Nachfolger hat, kann man getrost
in die Zukunft blicken. So kann nun auch Thesy sich mit dem Gedanken
befassen, sich allmählich zurückzuziehen, um zusammen mit ihrem Mann
Werner die dritte Phase ihres Lebens etwas geruhsamer zu gestalten und
zu genießen. Dabei wird sie - das ist sicher - nie das Interesse am
Geschäftsgeschehen verlieren und weiterhin das sein, was sie seit Jahren
ist: Der Mittelpunkt, die Seele der Familie! |
Chronik V2.0 (C) 2008 Krieglmeier |